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25.01.2019

Google Maps vs. OpenStreetMap - Teil 2 von 3

Im ersten Teil unserer Serie haben wir das neue Preismodell von Google für seine Produkte im Online-Kartendienst-Bereich vorgestellt. Nun richten wir den Blick auf einen alternativen Online-Kartendienst - der einiges zu bieten hat:

 

 

OpenStreetMap – ein erfolgreiches OpenSource-Projekt

Das Projekt OpenStreetMap ist die wohl bekannteste Alternative zu Google Maps und stellt zugleich die wohl beste und gleichzeitig kostenfreie Variante dar.

Auch viele kommerzielle Anbieter nutzen als Basis für ihr Produkt die Kartendaten von OpenStreetMap aufgrund ihrer Vollständigkeit. Für die individuelle Gestaltung binden sie eigene Map Tiles (Kartenkacheln) ein.

Für die folgenden Beispiele haben wir die Kartendaten von OpenStreetMap mit der JavaScript-Bibliothek „Leaflet“ für die Interaktivität kombiniert. Die Bibliothek Leaflet überzeugt in erster Linie durch seine Kompaktheit und den Funktionsumfang.

Die folgenden Beispiele unterscheiden sich somit lediglich durch eine Komponente – die Map Tiles.

OpenStreetMap: Möglichkeiten zur Einbindung auf der Website

OpenStreetMap: Einbindung mit eigenen Map Tiles

OpenStreetMap verfügt über eigene Map Tiles, welche für den Einbau der Karte verwendet werden können.

Beispiel: http://www.revier.cc/open-street-maps/leaflet-openstreetmap/index.htm

Vorteil:

  • OpenSource-Projekt (Kostenlos und unabhängig von Drittanbietern)

Nachteile:

  • Das Kartenmaterial sieht etwas rudimentär aus
  • Langsamere Zugriffszeiten (ca. 2-4 Sekunden)

OpenStreetMap: Einbindung per Screenshot

Im Gegensatz zu Google Maps ist es bei OpenStreetMap erlaubt Screenshots zu erstellen. So ist es möglich, einen Kartenausschnitt via Screenshot einzubinden und diesen mit einem Link zur Anfahrtsbeschreibung auf OpenStreetMap/Google Maps zu ergänzen.

Vorteile:

  • OpenSource-Projekt (Kostenlos und unabhängig von Drittanbietern)
  • Schnelle Ladezeiten
  • Einfach und schnell einzubinden

Nachteile:

  • Das Kartenmaterial sieht etwas rudimentär aus
  • Keine Interaktivität auf der Website
  • Keine automatische Aktualisierung des Kartenmaterials

OpenStreetMap: Einbindung via iFrame

Ein einfacher Einbau via iFrame (auch mit zusätzlichen Markern möglich).

Beispiel: http://www.revier.cc/open-street-maps/leaflet-openstreetmap/iframe.html

Vorteile:

  • OpenSource-Projekt (Kostenlos und unabhängig von Drittanbietern)
  • Kann über die „Teilen“-Funktion direkt auf der OpenStreetMap-Website als HTML-Snippet generiert werden

Nachteile:

  • Karten sehen etwas rudimentär aus
  • Keine spannende Interaktivität (keine Layerauswahl, nur ein Pin)

OpenStreetMap: Kombination mit anderen Anbietern von Map Tiles

Für weitere Kombinationsmöglichkeiten von OpenStreetMap haben wir einen kommerziellen Anbieter sowie ein OpenSource-Projekt für Map Tiles näher betrachtet:

OpenStreetMap mit Map Tiles von „Mapbox“

Mapbox ist ein kommerzieller Anbieter, welcher Map Tiles zur Verfügung stellt.

Beispiel: http://www.revier.cc/open-street-maps/leaflet-mapbox/index.htm

Vorteile:

  • Optisch anspruchsvollere Karten
  • Sehr schnelle Ladezeiten (ca. unter 500 Millisekunden)
  • Individuelle Gestaltung der Karten für das eigene Corporate Design
  • Zahlungsdaten müssen nicht gleich angegeben werden
    (Free-Version mit kostenfreiem Kontingent: ca. 1.600 Aufrufe/Tag)

Nachteile:

  • Abhängigkeit vom kommerziellen Anbieter Mapbox
  • Account bei Mapbox notwendig

OpenStreetMap mit Map Tiles von „OpenMapTiles“ (Cloud)

Bei OpenMapTiles handelt es sich um ein OpenSource-Projekt. Die Map Tiles stehen somit zur kostenlosen und freien Verfügung. Für die Nutzung benötigt man einen ziemlich performanten Server mit viel Speicher zum Rendern („darstellen“) der Karten, wenn man das Hosting selbst übernehmen will. Alternativ ist der (kostenpflichtige) Zugriff auf einen Cloudhoster möglich.

Beispiel: https://www.maptiler.com/maps/

Vorteile:

  • Optisch anspruchsvollere Karten
  • Individuelle Gestaltung der Karten für das eigene Corporate Design
  • Open Source in Bezug auf die Tiles (Unabhängigkeit von Drittanbietern)
  • große Auswahl an Kartenstyles 
  • Zahlungsdaten müssen nicht gleich eingegeben werden
    (Free-Version mit kostenfreiem Kontingent: ca. 1.600 Aufrufe/Tag)

Nachteile:

  • Account bei MapTiler nötig
  • Abhängigkeit von MapTiler bzgl. Hosting
    (kommerzieller Anbieter von Tiles mit Pricing)

Fazit

OpenStreetMap – ein OpenSource-Projekt mit vielen Möglichkeiten für eine Einbindung und Darstellung auf einer Website, stellt eine gelungene Alternative zum Kartendienst von Google dar.

Die Unabhängigkeit von Drittanbietern sowie der rechtlich vollkommen unbedenkliche Einsatz verschmerzen dabei die etwas länger benötigten Ladezeiten des Dienstes.

Das Kartenmaterial ist mittlerweile so ausgereift, dass dieses sogar von den meisten kommerziellen Anbietern von Online-Kartendiensten als Basis für ihre Services verwendet wird.

Ausblick

Im dritten Teil unserer Serie bieten wir Ihnen verschiedene Lösungen für den Einsatz von Online-Kartendiensten auf Ihrer Website.

Für eine weitere Nutzung der Services von Google Maps haben wir ein Paket für die Reaktivierung von Google Maps geschnürt und können Ihnen optional mit OpenStreetMap eine weiterhin kostenlose Alternative zum Kartendienst von Google anbieten.

Für Fragen und weitere Informationen zum neuen Google-Preismodell sowie dem Online-Kartendienst OpenStreetMap stehe ich Ihnen gerne entweder per E-Mail (steffen.immler@revier.de) oder per Telefon (0751 35 90 69 9 - 16) jederzeit zur Verfügung.

Verfasser
Steffen Immler
Online Marketing
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